Drei Jahre nach dem Sieg der Kubanischen Revolution von 1959 schickte Ernesto »Che« Guevara eine Gruppe junger Männer nach Argentinien, die den Ejército Guerrillero del Pueblo (Guerillaarmee des Volkes), kurz EGP, aufbauen und einen bewaffneten Aufstand anführen sollten. Die Operation scheiterte. Im Nachhinein wurde bekannt, dass die Gruppe zwei ihrer Mitglieder hingerichtet hatte. Beide waren jüdischer Herkunft.
Dass Student:innen selbst Gastprofessuren vergeben, ist ungewöhnlich. An der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist das seit 2009 möglich. Die Jungle World sprach darüber mit Leon, Emil und Eli vom Arbeitskreis für Kritische Gesellschaftstheorie, die an der Vergabe beteiligt sind.
In Würzburg wurde ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft wegen seines Bekenntnisses zum jüdischen Staat zusammengeschlagen und musste auf der Intensivstation behandelt werden. Es war nicht der erste Angriff auf seine Person, aber der bisher brutalste.
Der Millionenerbe James Cox Chambers unterstützte mit seinem Geld antiisraelischen AKtivismus und einen tunesischen Fußballverein. Jetzt wurde er in Spanien festgenommen.
Die seit dem 7. Oktober 2023 erstarkte linke antizionistische Bewegung frönt einem Erlösungsantisemitismus, dem zufolge Israel der Hauptfeind im weltweiten Kampf um Befreiung ist. Die Linke ist dafür anfällig, weil es ihr an Reflexion über Antisemitismus mangelt – und weil sie immer seltener radikale Gesellschaftskritik übt.
Antizionistische Gruppen, die antisemitischen Terror verherrlichen und zum Krieg gegen Israel aufrufen, versuchen vielerorts linke Strukturen zu übernehmen. Sie gehen dabei mit Einschüchterungen und Drohungen bis hin zu physischer Gewalt vor
Teile der queeren Szene Berlins sind weiter auf Intifada-Kurs. Das dürfte sich auch am Freitag beim Dyke March zeigen. Eine Studie im Auftrag des Senats dokumentierte jüngst den Antisemitismus in der Szene.
Im Auftrag des Berliner Senats erschien kürzlich das Analysepapier »Umfang, Verbreitung und Relevanz von Antisemitismus in queeren Szenen in Berlin«. Die Jungle World sprach mit dem Autoren Stefan Lauer über das Erstarken des Antizionismus und mögliche Gegenmaßnahmen.
An der sowjetischen Propagandakampagne gegen Israel waren wesentlich Autoren beteiligt, die ihre Inspiration in vorrevolutionären antisemitischen Pamphleten fanden. Sowjetische »Zionismusforscher« verbreiteten so weltweit antisemitische Verschwörungstheorien im Gewand marxistisch-leninistischer Ideologie.
Zehntausende demonstrierten am Samstag gegen den Parteitag der rechtsextremen AfD. Die Blockadeversuche des Bündnisses Widersetzen scheiterten. Während der Proteste wurde auch der Stand der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus bedroht.
Seit einer solidarischen Geste gegenüber einer israelischen Hamas-Geisel wird der norwegische Fußballer nicht nur von Palästina-Fans, sondern auch von Rechten diffamiert.
Am Samstag fand im linken Hausprojekt La Casa im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine »Besetzung gegen Antisemitismus« statt. Daraufhin versuchten vermummte und mit Knüppeln Bewaffnete, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Nach einigen Stunden gaben die Besetzer auf und verließen noch in derselben Nacht wieder das Haus. Die »Jungle World« sprach mit einer Person, die an der Besetzung beteiligt war.
Luftkrieg, Amerikanismus, Antichrist: Die digitalisierten Kriegstagebücher Carl Schmitts zeigen den Juristen im Endzeitwahn. Die Vorstellung des göttlichen Gerichts gründet auf Antisemitismus und Antimodernismus.
Vor 80 Jahren ereignete sich im polnischen Kielce ein Pogrom. Auf die blutige Tat folgte ein Exodus polnischer Juden. Das Pogrom signalisierte das Fortbestehen des Antisemitismus nach Auschwitz.