Beiträge zu Linke

Antifa-Logo mit schwarz-rot-goldenen Fahnen
2025/47 Disko Angesichts der russischen Bedrohung geben einige Linke die Gesellschaftskritik auf

Deutschland ist nun Antifa

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine machen Linke ihren Frieden mit Staat und Nation, manche bislang antideutsch Gesinnte fordern sogar die Aufrüstung Deutschlands. Ihre Verteidigung der herrschenden Ordnung geht inzwischen so weit, dass sie jede radikale Kritik an ihr aufgeben.
Getriebe mit Piratenfahne
2025/43 Disko Dem Frieden dient die Subversion rechtsextremer Mächte

Lieber Pirat als Soldat

Ohne konventionelle Armee ist der Schutz der Demokratie derzeit nicht zu haben. Der Beitrag der Linken zum Kampf für den Frieden sollte jedoch in der globalen Subversion, der Destabilisierung jener Regime bestehen, die ihn brechen oder gefährden.
Eine geflüchtete kurdische Frau aus dem Iran im Nordirak
2025/43 dschungel Das Buch »Women of Komala« über kurdische Kämpferinnen gegen das iranische Regime

Jungle+ Artikel »Frauen sind in eine zweitrangige Rolle gedrängt worden«

Fatemeh Karimi hat sich auf die Spuren der kurdischen Frauen begeben, die militärisch gegen das ­iranische Mullah-Regime kämpften. In ihrem bis jetzt nur auf Französisch und Englisch erschienenen Buch »Women of Komala« erzählt sie die Geschichte der militanten Organisation Komala, der in den ­siebziger und achtziger Jahren auch Frauen angehörten – was in der Forschung bislang keine große Rolle spielte.
Student:innen der Folkwang-Universität am 7. Oktober in Münster
2025/42 Inland In mehreren deutschen Städten wurde das Hamas-Massaker gefeiert

Jungle+ Artikel Freunde des Terrors

In der vermeintlich propalästinensischen Szene hält sich die Freude über das mutmaßliche Ende des Israel-Gaza-Kriegs, vorsichtig gesagt, in Grenzen. Ausgerechnet am 7. Oktober, dem Jahrestag der Hamas-Massaker, bewies die Szene in Münster, Berlin und Frankfurt am Main eindrücklich, dass es ihr nie um eine Beendigung des Konflikts ging. Doch genießt sie mittlerweile nahezu Narrenfreiheit hierzulande.
Deutscher Wald
2025/40 Hintergrund Ein normales Land? Autorinnen und Autoren über die Situation, 35 Jahre nach der Osterweiterung der BRD

Großdeutsches Jubiläum: Frieden mit Deutschland? Ist Deutschland normal geworden?

Es ist, als hätte ein gütiger Weltgeist dafür gesorgt, dass den Deutschen genug Zeit bleibt, ihre postnazistischen Konflikte auszutragen, durchzuwalken und zu kurieren, um sich dann, stinknormal geworden, unauffällig in den weltweiten Reigen einer allgemeinen Faschisierung einzureihen. Deutsche Nazis bestechen noch nicht mal mehr mit Originalität und die ordinären Antisemiten haben es hierzulande sogar vergleichsweise schwer. Wolfgang Schäuble durfte als Finanzminister zwar Griechen­land drangsalieren, aber die EU-Integration scheint bislang nicht wie befürchtet zum Sprungbrett neuer deutscher Weltmachtphantasien zu werden. Friedrich Merz will zwar die »stärkste Armee Europas«, macht aber auf internationalem und euro­päischem Parkett doch nur eine blasse Figur. Gibt es also 35 Jahre nach dem Beitritt der DDR zur BRD jenseits der allgemeinen Kritik an Staat und Nation wenig Grund dafür, dem deutschen Michel am Zeug zu flicken? Das wollte die »Jungle World« anlässlich der Feierlichkeiten am 3. Oktober zu 35 Jahren Deutsche Einheit wissen.
Auf der Suche nach den Volksmassen. Die beiden Bundesvorsitzenden der Linkspartei, Ines Schwerdtner und Jan van Aken
2025/40 Inland Die Linkspartei beteiligte sich an einer antizionistischen Großdemonstration

Jungle+ Artikel Links gegen Israel: Die Masse machts

Bei der großen antiisraelischen Demonstration am Samstag in Berlin habe man endlich mal »die Mehrheitsmeinung« auf der eigenen Seite gewusst, jubelte Ines Schwerdtner, die Co-Vorsitzende der Linkspartei. Um das zu erreichen, verzichtete man im Demonstrationsaufruf darauf, die Hamas zu kritisieren.
Combo aus Protestkundgebung der »Palestine Solidarity Campaign« und Porträt Maryam ­Namazie
2025/39 Interview Maryam ­Namazie, Menschenrechtlerin, im Gespräch über Sharia-Schiedsgerichte

»Das Urteil wird von Männern gefällt«

In Großbritannien sind religiöse Schiedsgerichte, vor allem die sogenannten Sharia Councils, seit Jahrzehnten verbreitet. Kritiker sprechen von einer religiösen Paralleljustiz, die insbesondere Frauen und Kinder systematisch diskriminiere, und fordern deren Abschaffung. Die »Jungle World« sprach mit Maryam Namazie, die sich seit vielen Jahren gegen religiösen Fundamentalismus engagiert.
Britische Straßenszenerie mit Werbeplakat einer Zeitung und zwei Frau mit Kinderwagen
2025/39 dschungel Julie Bindel, Feministin, im Gespräch über den »grooming gangs scandal« und das Versagen von Polizei und Linken bei der Aufklärung von Gruppenvergewaltigungen und sexueller Ausbeutung von Mädchen

Jungle+ Artikel »Die missbrauchten Mädchen sind in diesem ideologischen Krieg nur Kanonenfutter«

Seit zwei Jahrzehnten werden in Großbritannien immer wieder Fälle banden­mäßiger sexueller Ausbeutung von Mädchen und sogenanntem »grooming« publik, mittlerweile spricht man vom »grooming gangs scandal«. Über 17.000 Fälle sind in der Kriminalstatistik verzeichnet. Die Polizei schaute jahrelang weg oder glaubte den Opfern nicht, wie der sogenannte Casey Report, ein vom Staat in Auftrag gegebener Bericht, in diesem Sommer bestätigte. Die Frauenrechtlerin Julie Bindel erklärt im Gespräch mit der »Jungle World«, was die Taten mit der meist pakistanischen Herkunft der Täter zu tun haben, wie die Fälle in der identitäts­politischen Linken debattiert werden und wieso Elon Musks Beiträge zu dem Skandal verlogen sind.
Jeremy Corbyn (l) und Zarah Sultana (r.) bei einer Kundgebung
2025/39 Inland Jeremy Corbyns Parteiprojekt zerlegt sich vor der offiziellen Gründung

Gegen die Wand gefahren

Bereits vor der offiziellen Parteigründung scheint sich in Großbritannien das Projekt »Your Party« zu zerlegen. Hinter den Machtkämpfen stecken auch inhaltliche Widersprüche, in erster Linie zwischen konservativen muslimischen Wählern und linken Aktivisten.