Beiträge zu Judentum

Blick auf Tel Aviv aus der Luft
2026/26 dschungel Deutsche Juden, die nach Israel ausgewandert sind

Jungle+ Artikel »Alija machen ist wie vom Zehnmeterturm springen«

Für ihr Buch »Worüber Juden reden« haben die Journalisten Mascha Malburg und Joshua Schultheis zehn Gespräche geführt: mit Jüdinnen und Juden aus Berlin und Ostdeutschland. Die Interviews drehen sich unter anderem jeweils darum, wie es ist, als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland gekommen zu sein, in Deutschland geboren zu sein, queer und jüdisch zu sein. Ein Gespräch führten sie mit vier »Olim« (die hebräische Bezeichnung für jüdische Einwanderer nach Israel), die die »Alija« gemacht haben – aus Deutschland nach Israel gezogen sind – über ihre Beweggründe, den rastlosen Alltag und die Zukunft der jüdischen Gemeinden.
Joey Ramone, hier bei einem ­Auftritt der Ramones in Berlin, 1978
2026/23 dschungel Interview mit den Herausgebern des Sammelbands »Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk«

Jungle+ Artikel »Als Vorbilder dienten vor allem die Ramones«

Ohne Juden kein Punk – diese These ist gar nicht abwegig: Viele Gründungs­figuren stammten aus jüdischen Familien. Doch auch der Antisemitismus ist im Punk omnipräsent. Der Sammelband »Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk« nimmt sich dieser Gemengelage an. Im Gespräch mit der »Jungle World« erzählen die Herausgeber Andreas Borsch und Tobias Johann über das Selbstbewusstsein und die subversiven Strategien jüdischer Punks und erklären, gegen wen diese sich in der Szene zur Wehr setzen müssen.
Plakate des "Bund" von 1936 (l.) und 1917
2026/21 Geschichte »Der Bund«, die jüdische Arbeiterpartei, wird von der US-Autorin Molly Crabapple neu entdeckt

Jungle+ Artikel Jüdisch und militant

Die US-amerikanische Künstlerin und Autorin Molly Crabapple hat ein politisches und persönliches Buch über den Jüdischen Arbeiterbund geschrieben. Sie sieht diesen als Vorbild für ihren Antizionismus, doch zeigt ihr Buch auch, dass die Geschichte des Bunds widersprüchlicher und komplizierter ist.
Marc Grünbaum
2025/47 Inland Marc Grünbaum, Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main, im Gespräch über Jason Stanleys Vorwürfe

»Stanley relativierte in seiner Rede die Shoah«

Der Philosoph Jason Stanley behauptet, man habe ihm nicht erlaubt, seine Rede in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt zu Ende zu halten. Viele Medien stürzten sich auf die Geschichte: Da zeige sich mal wieder, dass es in Deutschland nicht möglich sei, Israel zu kritisieren. Für die Perspektive der Gemeinde interessierte sich kaum jemand. Die »Jungle World« sprach mit Marc Grünbaum, dem Co-Vorstandsvorsitzenden der Gemeinde, der den Vorgang ganz anders beschreibt.
Abgerissene Plakate für die Hamas-Geiseln
2025/39 Inland ‍In der britischen Gesellschaft nimmt der Antisemitismus zu, Juden denken über Auswanderung nach

No Future

In der britischen Gesellschaft breitet sich der Antisemitismus in immer mehr Bereichen aus. Dagegen unternommen wird längst nicht genug. Viele britische Juden sehen für sich keine Zukunft mehr in Großbritannien und denken über Auswanderung nach.
Anhänger der Black Hebrew Israelites bei einer Missionierungsaktion in New York City, 1995
2025/39 Antifa Die Black Hebrew Israelites sehen sich als Nachkommen der biblischen Israeliten

Jungle+ Artikel Weiße Teufel

In Birmingham und anderen britischen Großstädten treten vermehrt Anhänger der Bewegung Black Hebrew Israelites in Erscheinung, bevorzugt mit paramilitärisch anmutenden Paraden. Ihre Anhänger behaupten, die echten Nachfahren der biblischen Israeliten zu sein, und hegen meist eine antisemitische Weltsicht.