Beiträge zu Jüdisches Leben in Deutschland

Marc Grünbaum
2025/47 Inland Marc Grünbaum, Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main, im Gespräch über Jason Stanleys Vorwürfe

»Stanley relativierte in seiner Rede die Shoah«

Der Philosoph Jason Stanley behauptet, man habe ihm nicht erlaubt, seine Rede in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt zu Ende zu halten. Viele Medien stürzten sich auf die Geschichte: Da zeige sich mal wieder, dass es in Deutschland nicht möglich sei, Israel zu kritisieren. Für die Perspektive der Gemeinde interessierte sich kaum jemand. Die »Jungle World« sprach mit Marc Grünbaum, dem Co-Vorstandsvorsitzenden der Gemeinde, der den Vorgang ganz anders beschreibt.
Asaf Levitin, Ron Segal, Andrea von Treuenfeld und Matthias Naumann (v. l.) am 30. September in der ­Hessischen Landesvertretung, Berlin
2025/41 Inland Israelis berichten über ihr Leben in Deutschland

Das bedrohte Zuhause

Berlin ist lange schon beliebt bei Israelis. Mittlerweile leben rund 20.000 in der Hauptstadt. Der 7. Oktober 2023 hat auch für sie vieles verändert. Bei einer Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft berichteten zwei von ihnen von ihren durchaus unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven.
Gregor Peskin mit verschränkten Armen vor Makkabi-Logo
2025/40 Small Talk Gregor Peskin, Vorsitzender der Jugendsparte von Makkabi, im Gespräch über die Arbeit des jüdischen Sportverbandes

»Selbstbewusst und sichtbar«

Die jüdische Sportverband Makkabi hat fast 40 Ortsvereine in ganz Deutschland. Die »Jungle World« sprach mit Gregor Peskin, dem Vorsitzenden der Jugendsparte von Makkabi, über die Arbeit des Verbands, seine Ziele, und den Umgang mit antisemitischer Bedrohung.
Kundgebung mit israelischer und ukrainischer Fahne
2025/33 dschungel Wie Ukraine-Krieg und 7. Oktober sich auf Juden in Deutschland auswirken

Jungle+ Artikel Zwischen Hammer und Amboss

Die vom Tikvah-Institut herausgegebene Interviewstudie »Zwischen Hammer und Amboss. Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland« führt in die Situation russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland ein. Im Vordergrund steht dabei, welche Erfahrungen sie im Land der Täter im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine, dem Terror gegen Israel und mit Antisemitismus gemacht haben. Der hier veröffentlichte Auszug aus der im Verlag Nomos erschienenen Studie beschäftigt sich mit dem Antisemitismus in den Herkunftsgesellschaften.
Nach der Besetzung an der Berliner Umboldt-Universität im Mai
2025/11 Inland Der Lagebericht über Judenhass an deutschen Hochschulen

Akademischer Antisemitismus

Seit dem 7. Oktober 2023 befinden sich jüdische Student:innen in einer andauernden Ausnahmesituation. Viele meiden den Campus aus Angst, einige pausieren ihr Studium. Ein neuer Bericht des American Jewish Committee und der Jüdischen Studierendenunion fasst die Lage zusammen. Die »Jungle World« hat mit Betroffenen gesprochen.
Gegründet 1950. Der Zentralrat der Juden während einer Sitzung in Hamburg, 1951
2025/08 dschungel Die Historikerin Zarin Aschrafi über die jüdischen Gemeinden in der frühen Bundesrepublik

»Die Mehrheit entschied sich für ein unsichtbares Leben«

Die Historikerin Zarin Aschrafi forscht zur deutsch-jüdischen Geschichte seit dem 19. Jahrhundert. Im Gespräch mit der »Jungle World« berichtet sie über den Wiederaufbau der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland nach dem Holocaust und deren Umgang mit dem Judenhass in der frühen Bundesrepublik.