Beiträge zu Homosexualität

Pier Vittorio Tondelli mit einem Buch in der Hand und einer Tabakpfeife im Mund
2025/47 dschungel In seinem letzten Roman »Getrennte Räume« verhandelte Pier Vittorio Tondelli seine Aidserkrankung und seinen schwulen Selbsthass

Im Bewusstsein der Krankheit

Der italienische Schriftsteller Pier Vittorio Tondelli schrieb seinen letzten Roman »Getrennte Räume« während seiner Aids-Erkrankung. Das 1989 erstmals veröffentlichte Buch beschreibt die Reise des Protagonisten Leo durch mehrere Länder – und den Selbsthass, der ihn quält.
Gad Beck (r.) auf dem Christopher Street Day
2025/42 Inland Ein Hausprojekt sagte einen Film über eine jüdische Widerstandsgruppe ab, denn diese sei zionistisch

Jüdischer Widerstand unerwünscht

Ein linkes Hausprojekt in Berlin sagte die Vorführung eines Films über jüdischen Widerstand in der Nazi-Zeit im letzten Moment ab. Der Grund war die »zionistische Ausrichtung« der Widerstandsgruppe um Gad Beck.
Transparent am Frauen­streik­tag, 8. März 1994
2025/34 dschungel Petra Gall und der Female Gaze – die Berliner Frauenszene der Vorwendezeit

Feiern, Vögeln, Protestieren

Die Ausstellung »Feuer + Flamme dem Patriarchat« im Schwulen Museum Berlin zeigt bekannte und unbekannte Aufnahmen aus den achtziger und neunziger Jahren aus dem Nachlass von Petra Gall (1955–2018), die als Musik- und Konzertfotografin der feministischen Subkulturszene angehörte.
Voll im Trend. Ein Besucher des Filmfestivals in Cannes im Mai
2024/27 dschungel Das Denken und die Strategien der Queers for Palestine

Jungle+ Artikel Das queere Stockholm-Syndrom

Über die sogenannten Queers for Palestine hat man sich in den vergangenen Monaten lieber lustig gemacht, als ihre Strategien und ihr Denken einer Analyse zu unterziehen. Eine Untersuchung, mit welchen Verrenkungen versucht wird, Israel als mindestens ebenso schwulenfeindlich darzustellen wie die palästinensischen Gebiete, welche krude Identifizierung von Queers mit Palästinensern vorgenommen wird und wer neben Judith Butler die theoretischen Köpfe der Bewegung sind.
Diese Graphik von Hannes Jähn prangte auf der ersten Ausgabe von »Der gewöhnliche Homo­sexuelle«
2024/21 dschungel Vor 50 Jahren erschien die Studie »Der gewöhnliche Homosexuelle«

Zwischen Subkultur und »Normalität«

Vor 50 Jahren erschien die Studie »Der gewöhnliche Homosexuelle« der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker und Reimut Reiche. Mit Hilfe vor allem psychoanalytischer Theorie interpretierten sie darin empirisches Material und zeichneten zum ersten Mal in der Bundesrepublik ein umfassendes Bild vom Leben der Schwulen. Was die Studie damals bedeutete und was sich seitdem in Sachen Schwulenemanzipation getan und auch nicht getan hat.
Erst Interview mit Thomas Gottschalk, dann auf die Bühne. Klaus Nomi bei einem Auftritt in der Fernsehsendung »Na sowas!«, 1982
2024/20 dschungel Bevor Klaus Nomi in New York zum Popstar wurde, sang er Opernarien in ­Berliner Schwulenbars

Jungle+ Artikel Klaus Nomi. Stimme im Orbit

Er war einer der interessantesten Underground-Figuren der Nachkriegszeit: Klaus Nomi, geboren als Klaus Sperber, sang erst in Berlin klassische Oper, um dann in den USA als New-Wave-Musiker zu reüssieren. Die Autorin Monika Hempel hat sich für ihre Biographie über Nomi durch dessen Nachlass gelesen und mit Weggefährten gesprochen. Unter anderem schildert sie dabei Nomis Zeit in Berlin Ende der sechziger Jahre, als er nicht nur studierte, sondern auch in der Deutschen Oper arbeitete – und nachts in Schwulenbars auftrat.
Adams (Andrew Scott) namenloser Vater (Jamie Bell) sowie die ­Mutter (Claire Foy)
2024/06 dschungel Vergraben in Trauer: Im Film »All of Us Strangers« begegnet Adam seinen verstorbenen Eltern – und bandelt mit seinem Nachbarn Harry an

Entwaffnende Melancholie

Im Film »All of Us Strangers« trifft der einsame Adam auf seine längst verstorbenen Eltern, außerdem macht ihm sein Nachbar Harry Avancen. Der britische Regisseur Andrew Haigh erzählt eine ungewöhnliche Geschichte über die Liebe und die Kraft der Erinnerung.