Die Ausstellung »Susan Sontag – Sehen und gesehen werden« widmet sich dem Leben der US-amerikanischen Denkerin, auch ihrer Zeit in Berlin. Statt aber dem Credo Sontags zu folgen, den Blick zu öffnen, versieht die Ausstellung Exponate mit Warnungen.
Die Formsprache des Bauhauses wurde entschieden von Frauen mitgeprägt. Den Fotografinnen der Kunstschule, die eine neue, freie Art des Lebens in der Weimarer Republik auf Film bannten, widmet sich nun eine Ausstellung in Berlin.
In Berlin widmet sich eine Ausstellung dem Werk des niederländischen Fotografen Erwin Olaf. Dieser dokumentierte seit den achtziger Jahren die queere Szene – und damit seine Musen. Von Laura Brauer
Die Deutsche Kinemathek Berlin zeigt mit »Inventing Queer Cinema« eine Ausstellung, die ihr Publikum garantiert mit Filmen in Berührung bringt, die es davor nicht kannte. Allerdings wird sie der explizit schwulen Geschichte des Kinos nicht immer ganz gerecht.
Krieg und Spiele, das scheint das Motto der Ausstellung »Cold War Games – Alles nur ein Spiel« in Berlin zu sein. Wie der Kalte Krieg in Brett- und Computerspielen in West- wie in Ostdeutschland zum Thema wurde, wird eindrücklich gezeigt – selbst spielen darf man auch.
Eine Ausstellung in Berlin geht der Frage nach, wie viel die Deutschen während des Nationalsozialismus über die Verfolgung und Ermordung der Juden wussten. Die nicht überraschende Antwort: viel mehr, als sie nach 1945 immer wieder beteuerten.
Die Werkschau »Balkan Erotic Epic. The Exhibition« in Berlin zeigt wichtige Arbeiten von Marina Abramović zu Macht, Sexualität und kultureller Prägung, bleibt aber hinter der Intensität früherer Performances zurück.
Die monochromen Malereien der italienischen Künstlerin Giulia Andreani, die derzeit im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen sind, sind alles andere als farblos. Sie zeigen bekannte und unbekanntere Frauen aus der Geschichte – und thematisieren damit Geschlechterverhältnisse nicht nur in der Kunst.
Die Ausstellung »Sex Work« in der Bonner Bundeskunsthalle zeigt die Kulturgeschichte der Prostitution. Perspektiven, die diese ablehnen, und Fragen nach struktureller Gewalt kommen dabei kaum vor.
Die 1947 geborene und 2001 verstorbene Künstlerin Edita Schubert zählte zu den interessantesten Figuren der jugoslawischen Nachkriegsmoderne. Eine Ausstellung in der Schweiz zeigt nun Werke von ihr, in denen auch ihr angespanntes und dadurch produktives Verhältnis zur Malerei zur Geltung kommt.
Die Ausstellung »Robotron. Arbeiterklasse und Intelligenz« untersucht die Industriegeschichte der DDR und fragt nach Parallelen zur Entwicklung des Ruhrgebiets.
Kerry James Marshall zeigt in großformatigen Bildern in der Tradition der Historienmalerei Gegenwart und Geschichte der afroamerikanischen Community. Jetzt sind seine eindrucksvollen Arbeiten unter dem Titel »The Histories« im Kunsthaus Zürich zu sehen.