Beiträge zu Ausstellung

»Poly-Play« aus der DDR, rechts das Kreigsspiel »Battlezone« aus den USA
2026/24 dschungel Die Ausstellung »Cold War Games« lässt die Besucher alte Videospiele ausprobieren

Zwischen Arcade und Atomkrieg

Krieg und Spiele, das scheint das Motto der Ausstellung »Cold War Games – Alles nur ein Spiel« in Berlin zu sein. Wie der Kalte Krieg in Brett- und Computerspielen in West- wie in Ostdeutschland zum Thema wurde, wird eindrücklich gezeigt – selbst spielen darf man auch.
Blick in die Ausstellung »Sabotage« im Hamburger Bahnhof
2026/21 dschungel Die Malerin Giulia Andreani knüpft an feministische Geschichtsschreibung an

Leuchtendes Grau

Die monochromen Malereien der italienischen Künstlerin Giulia Andreani, die derzeit im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen sind, sind alles andere als farblos. Sie zeigen bekannte und unbekanntere Frauen aus der Geschichte – und thematisieren damit Geschlechterverhältnisse nicht nur in der Kunst.
Audiokassetten aus der Sammlung Lanzmann
2025/50 dschungel Das Jüdische Museum Berlin präsentiert Ausschnitte aus Claude Lanzmanns Audio-Archiv

Im Dienst der Wahrheit

Vor den Dreharbeiten für seinen Dokumentarfilm »Shoah« führte Claude Lanzmann zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen Corinna Coulmas und Irena Steinfeldt-Levy unzählige Vorgespräche, die aufgezeichnet wurden. Einen kleinen Einblick in dieses umfassende Audioarchiv gibt nun eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin.
In der Ausstellung gezeigte, in Plastik verpackte Uniformen
2025/50 dschungel Die Künstlerin Dominique Hurth forscht über Zwangsarbeit in der Modeindustrie des Nationalsozialismus

Jungle+ Artikel Die Verstrickungen der Bekleidungsindustrie

Seit einigen Jahren betreibt die Künstlerin Dominique Hurth Recherche zum Zusammenhang zwischen Modeindustrie, Zwangsarbeit und der Rolle von Frauen im Nationalsozialismus. Deren Ergebnisse sind derzeit in Stuttgart in der Ausstellung »Privathandtaschen dürfen zum Außendienst nicht mitgetragen werden« zu sehen.
Gemälde von Sigrid Kopfermann; Foto der Malerin
2025/48 dschungel Peter Ulrich Hein, Buchautor, im Gespräch über die Nachkriegsmalerin Sigrid Kopfermann

»Sie war sich ihrer selbst sehr sicher«

Das sogenannte Informel, die wichtigste Strömung der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit, wurde auch von Frauen geprägt, wie eine Ausstellung in Hagen derzeit zeigt. Eine der ausgestellten Künstlerinnen ist die Malerin Sigrid Kopfermann. Der Soziologe und Kunstwissenschaftler Peter Ulrich Hein, der eine Monographie über die Künstlerin geschrieben hat, zeichnet im Gespräch mit der »Jungle World« das Leben der unkonventionellen Kopfermann nach und beschreibt, welche Rolle sie in der westdeutschen Nachkriegsmoderne einnahm.
Irma Sterns »Maid in Uniform« von 1955 in der Ausstellung im Brücke-Museum Berlin
2025/41 dschungel Wie eine Ausstellung über die Expressionistin Irma Stern die Künstlerin antirassistisch delegitimiert

Jungle+ Artikel Der Theoriemode geopfert

Die jüdische Malerin Irma Stern war eine wichtige Vertreterin des Expressionismus. In ihrer Heimat Südafrika ist sie weitaus bekannter als in Deutschland, dem Geburtsort ihrer Eltern, wo sie zeitweise lebte. Eine Ausstellung in Berlin widmet sich Stern nun unter identitätspolitischen Vorzeichen und verschleiert und verzerrt die Bio­graphie der Künstlerin.