Beiträge zu Mexiko

Dinorah Arceta Casanova
2026/11 Interview Gewalt gegen geflüchtete Frauen und LGBT

»Gewalt ist ein ständiger Wegbegleiter«

Die brutale US-Abschottungspolitik sorgt dafür, dass Tausende Migrant:innen in Mexiko festgehalten werden. Besonders Frauen und LGBT-Personen sind auf der Flucht und im Exil geschlechtsspezifischer Gewalt, Entrechtung und Diskriminierung ausgesetzt. Ein Gespräch mit Denise Carachure und Dinorah Arceta von der Nichtregierungs­organisation Instituto para las Mujeres en Migración (Imumi, Institut für Frauen in Migration) in Mexiko-Stadt darüber, warum ihre Arbeit immer schwieriger wird.
In diesem Sommer waren die Labubu-Figuren des chinesischen Herstellers Pop Mart ein weltweiter Verkaufsschlager
2025/34 Wirtschaft Chinas Exporte schaden den Schwellenländern auf Dauer

Chinas zwiespältiger Exporterfolg

Die chinesische Wirtschaft wächst nicht mehr so schnell wie in früheren Jahren und insbesondere der Konsum stagniert. Weil die Industrieproduktion trotzdem weiter ansteigt, werden immer mehr chinesische Produkte exportiert. Das bereitet auch Schwellenländern wie Mexiko oder Südafrika Probleme.
Rosa Fahrrad zur Erinnerung. Die Demonstration am 8. März zieht an der Stelle in Ciudad Juárez vorbei, an der Isabel Cabanillas ermordet wurde
2025/15 Reportage Der lange Kampf gegen Hassmorde an Frauen im mexikanischen Ciudad Juárez

Jungle+ Artikel Der lange Kampf gegen Femizide

Mexiko wurde bereits im Jahre 2009 vom Interamerikanischen Gerichtshof dafür verurteilt, die Aufklärung von Femiziden zu vereiteln. In der Grenzmetropole Ciudad Juárez begann einst eine Serie von Hassmorden an Frauen. Die Stadt weist weiterhin die meisten Femizide im Land auf. Die Kämpfe der Mütter von Verschleppten und Ermordeten haben zwar viel erreicht, doch bleiben Reviktimisierung und Kriminalisierung der Opfer in ganz Mexiko weitverbreitet.
Nah und doch so fern. Blick von der Casa Grecia auf die Grenzbrücke, die in die USA führt
2025/02 Reportage In Ciudad Juárez fürchten viele Geflüchtete die künftige Migrationspolitik unter dem neuen US-Präsidenten

Jungle+ Artikel Die Furcht vor Trump

Im Norden Mexikos stranden zahlreiche Geflüchtete, die darauf hoffen, in den USA Asyl zu bekommen. Besonders angespannt ist die Lage kurz vor dem Amtsantritt Donald Trumps als US-Präsident. Im Grenz­gebiet erinnert man sich noch sehr gut an die Auswirkungen seiner ersten Amtszeit. Die Migrant:innenherberge Casa Grecia, die eigentlich für besonders gefährdete LGBT-Personen gegründet wurde, nimmt inzwischen auch viele Familien auf. Ein Besuch in den Grenzstädten Ciudad Juárez und El Paso.
Alejandra Méndez Serrano bei einem Vortrag
2024/51 Interview Alejandra ­Méndez Serrano, Menschenrechtlerin, im Gespräch über Umweltverschmutzung in Mexiko

»Die Umwelt­vorschriften sind lasch«

Seit 1994 das Handelsabkommen zwischen Mexiko, Kanada und den USA (Nafta) in Kraft trat, das 2019 neu verhandelt wurde und seither unter dem Namen USMCA firmiert, ist Mexiko für die deutschen Autokonzerne ein wichtiger Produktionsstandort für den Absatzmarkt USA. Der mexikanische Verband der Automobilindustrie, Amia, rechnet 2024 mit bis zu vier Millionen produzierten PKW – ähnlich vielen wie in Deutschland. Gegen die industriell verursachte Umweltverschmutzung auch durch Fabriken deutscher Firmen im Becken des Flusses Atoyac protestieren Umweltschützer seit Jahren. Die »Jungle World« sprach mit der mexikanischen Menschenrechtlerin und Umweltschützerin Alejandra Méndez Serrano.
War in jungen Jahren bei mexikanischen Antiatomkraftbewegung: Alejandro »Mono« González ist einer der Gründer des Jugendzentrums im Juárez-Tal
2024/33 Reportage Die Narco-Kultur, ein radioaktiver Unfall und die einstige Anti-Atom-Bewegung in Mexiko

Jungle+ Artikel Mexikos Atomdebakel

Von 1983 bis 1984, zwei Jahre vor der Reaktorkatastrophe in Tscher­no­byl, ereignete sich an der Grenze zwischen Mexiko und den USA ein radioaktiver Unfall. Er gab den Ausschlag für eine erfolgreiche binationale Bewegung gegen das geplante Atommüllendlager Sierra Blanca in Texas. Die damals protestierenden Schulkinder kämpfen mittlerweile auch gegen die Narco-Kultur.