Beiträge zu Exil

Anhänger:innen von Reza Pahlavi bei einer Kundgebung mit einem Poster von Pahlavi mit der Aufschrift "King of Iran"
2026/22 Ausland In Kanada sind zwei Pahlavi-Anhänger wegen Mordes an einem iranischen Exiloppositionellen angeklagt

Königstreue unter Verdacht

In Kanada läuft derzeit ein Prozess im Fall des Todes des iranischen Exiloppositionellen Masood Masjoody. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die tiefen Gräben in der exiliranischen Opposition, denn die beiden Tatverdächtigen stammen aus dem Umfeld von Reza Pahlavi, dem Sohn des letzten Schah.
Die Regisseurin Mahnaz Mohammadi (l.); Melisa Sözen als Gefangene im Evin-Gefängnis in »Roya«
2026/09 dschungel Mahnaz Mohammadi, exiliranische Regisseurin, im Gespräch über den Wandel im Iran

»Ich treffe keine politischen Vorhersagen«

Die Islamische Republik nimmt den Iranern ihre Individualität. Die exiliranische Regisseurin Mahnaz Mohammadi begehrt mit Filmen wie »Roya« dagegen auf. Eine Intervention der USA gegen das Mullah-Regime lehnt sie nicht ab, der Wandel müsse aber aus der Gesellschaft kommen.
Behelfsunterkünfte
2025/47 Thema Nachfahren von exilierten Franco-Gegnern beantragen die spanische Staatsbürgerschaft

Vom Exil bis zum Mond

Fast eine halbe Million Spanier:innen floh nach dem Fall Kataloniens im Winter 1938/1939 im Bürgerkrieg gegen die Faschisten nach Frankreich. Weitere bedeutende Exilländer waren Mexiko, die USA, Chile und Argentinien. Erst 2007 begann die spanische Regierung damit, den Exilierten und ihren Nachfahren rechtliche Möglichkeiten zu schaffen, die spanische Staatsbürgerschaft zu beantragen.
Der Zahlungsstopp trifft viele Sparten der ukrainischen Gesellschaft. Mitarbeiter bei der Übergabe von Saatgut, März 2024
2025/07 Ausland Ukrainische und exilrussische Medien hängen zum großen Teil von der Finanzierung durch die USAID ab

Mediale Krise

Der Zahlungsstopp der US-Behörde für Entwicklungshilfe trifft auch ukrainische und exilrussische Medien. Zwei bekannte exilrussische Oppositionelle kompensieren einen Teil der ausbleibenden Zahlungen vorübergehend aus ihrem privaten Vermögen – und sorgen damit auch für Kritik.
Wladimir Kara-Mursa, Julija Nawalnaja und Ilja Jaschin (v.l.) hinter einem Banner während des Antikriegsmarschs in Berlin, 17. November
2024/47 Thema Nikolai Klimeniouk, Publizist, im Gespräch über seine Kritik an der russischen liberalen Opposition

»Dieser Opposition fehlt die Gesellschaftskritik«

Drei prominente Vertreter der liberalen russischen Opposition – Julija Nawalnaja, die Witwe von Aleksej Nawalnyj, sowie die kürzlich aus russischer Haft entlassenen Politiker Ilja Jaschin und Wladimir Kara-Mursa – hatten vergangene Woche zu einem Antikriegsmarsch in Berlin aufgerufen. Zahlreiche Personen aus der Ukraine hatten bereits zuvor angekündigt, nicht teilzunehmen. Der Publizist Nikolai Klimeniouk ist einer von ihnen. Im Interview erklärt er seine Kritik an der russischen liberalen Opposition.
Jean Malaquais war gebürtiger Pole, hatte seine Papiere verloren und lebte in Paris, als der Krieg ausbrach
2024/41 Small Talk Nadine Püschel, Übersetzerin, im Gespräch über ihre Übersetzung des Romans »Planet ohne Visum«

»Malaquais erzählt von Mitläufertum, aber auch von Widerstand«

Angesiedelt im von den Deutschen besetzten Marseille der frühen vierziger Jahre, entwirft Jean Malaquais’ 1947 veröffentlichter ­Roman »Planet ohne Visum« ein facettenreiches Gesellschafts­panorama, das von der Kritik überschwenglich gefeiert wurde. Die »Jungle World« sprach mit der Berliner Übersetzerin Nadine Püschel, auf deren Initiative der Roman 75 Jahre nach der französischen Erstausgabe auf Deutsch erschien.