Beiträge zu Mali

General Assimi Goïta, Staatspräsident Malis, beim Gipfel der Allianz der Sahelstaaten (AES) am 23. Dezember in Bamako
2026/04 Thema Étienne Fakaba Sissoko, malischer Oppositioneller, im Gespräch über das Versagen der Militärjunta im Kampf gegen die Jihadisten

»Eine implizite Kohabitation«

Malis Militärregime hatte versprochen, mit Hilfe Russlands die Jihadisten der JNIM zurückzudrängen. Étienne Fakaba Sissoko der Sprecher der neu gegründeten oppositionellen Koalition der Kräfte für die Republik (CFR), kritisiert im Gespräch mit der »Jungle World« die Tendenz des Regimes, sich mit den Jihadisten zu arrangieren.
Mit militärischem Gruss. Das erste AES-Gipfeltreffen mit (vorne stehend, v. l.) Oberst Goïta (Mali), General Tchiani (Niger) und Hauptmann Traoré (Burkina Faso) in Niamey, Juli 2024
2025/20 Hintergrund Marokko will den Einfluss Algeriens auf die von Juntas regierten Sahel-Staaten Mali, Burkina Faso und Niger übernehmen

Jungle+ Artikel Die königlich-marokkanische Atlantik-Initiative

Die Spannungen zwischen den von putinfreundlichen Militärjuntas regierten westafrikanischen Staaten Mali, Burkina Faso sowie Niger und der Regionalmacht Algerien wachsen, nicht zuletzt wegen dessen brachialer Abschiebungspolitik. Marokko plant indessen Infra­strukturprojekte, um an Stelle Algeriens Einfluss zu nehmen.
Forderte den Abzug französischer Truppen: Stellio Capo Chichi während einer Demonstration vor einer französischen Militärbasis in Niger, 28. September
2024/33 Ausland Der rassistische und antisemitische Influencer Capo Chichi alias Kémi Séba ist nun Sonderberater in Niger

Schwarzer Stern im Sahel

Die Junta in Niger hat Stellio Capo Chichi alias Kémi Séba zum »Son­der­­berater« ernannt. Er ist der Gründer einer in Frankreich verbotenen rassistischen und antisemitischen Sekte von Schwarzen und unterhält gute Verbindungen nach Russland.
Sind auf dem Weg nach oben: Mdou Moctar
2024/32 dschungel Mdou Moctar und die nach ihm benannte Band machen den afrikanischen Wüstenblues bekannt

Jungle+ Artikel Rock im Sahel

Der nigrische Musiker Mdou Moctar erweitert mit seinem jüngst erschienenen Album »Funeral for Justice« den Wüstenblues um einen ungestümen antikolonialen Psych-Rock. Er ist einer von vielen Tuareg-Musikern, die in den vergangenen Jahren reüssierten. Das Zusammenspiel von afrikanischen Instrumenten und Blues-Einflüssen aus den USA gibt es aber bereits länger.
Faustin-Archange Touadéra, Präsdent der Zentralafrikanischen Republik, und Wladimir Putin beim Russland-Afrika-Gipfel in St. Petersburg vor einem Jahr
2024/31 Thema Philip Obaji, Afrika-Korrespondent, im Gespräch über russische Paramilitärs in der Zentralafrikanischen Republik und ihre Beteiligung an Massakern

»In der Zentralafrikanischen Republik haben alle Angst«

Seit 2018 unterstützen russische Söldner der Gruppe Wagner die Armee der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) beim Kampf gegen bewaffnete islamistische Aufständische, seitdem bauen sie ihre Position in dem Land stetig aus. Der nigerianische Journalist Philip Obaji recherchiert seit Jahren über die Aktivitäten der russischen Söldner und hat zahlreiche Berichte über Verbrechen an Zivilisten veröffentlicht. Die »Jungle World« sprach mit ihm über Massaker, ermordete Journalisten und die Befürchtung, dass sich ähnliche Entwicklungen in anderen Ländern der Region wiederholen.