Beiträge von Birger Schütz

Gulag Museum
2026/14 Ausland Putins Geschichtspolitik

Jungle+ Artikel NS-Verbrechen statt Gulag

Das Gulag-Museum in Moskau erinnerte an die Unterdrückung und den Terror, die in der Sowjetunion herrschten und Abermillionen Opfer forderten. Nun soll es einer Ausstellung über Nazi-Verbrechen an Sowjetbürgern im Zweiten Weltkrieg weichen. Gegen die Verdrängung der sowjetischen Repressionsgeschichte regt sich sogar im konservativen Lager Widerspruch.
Roy und Schores Medwedjew
2026/11 Geschichte Anti-Stalinist Roy Medwedjew

Der letzte Leninist

In Dutzenden Büchern und Hunderten Essays rechnete der im Februar verstorbene Historiker Roy Medwedjew (1925–2026) mit Stalins Verbrechen ab – und blieb dabei ein Verteidiger des Leninismus. Nach dem Ende der Sowjetunion lobte er Wladimir Putin und dessen Krieg gegen die Ukraine und verteidigte den belarussischen Diktator Aleksandr Lukaschenko.
Sadyr Dschaparow (r.) und Kamtschybek Taschijew (2. v. l.)
2026/09 Ausland Machtkampf in Kirgistan – Autokrat feuert Geheimdienstchef

Das Ende des Tandems

Der kirgisische Präsident Sadyr Dschaparow hat überraschend Kamtschybek Taschijew, seinen mächtigen Geheimdienstchef, entlassen. Dieser hegte selbst Ambitionen auf die Macht im Staat.
Demonstranten und Einsatzkräfte der Sonderpolizei OMON stehen sich am Unabhängigkeitsplatz in Minsk gegenüber. Die Demonstranten drängen weiterhin auf den Rücktritt von Präsident Lukaschenko.
2025/17 Interview Ingo Petz, Osteuropa­experte, im Gespräch über Repression in Belarus und die Arbeit der Exilopposition

»Das Regime hat panische Angst«

Die »Jungle World« sprach mit dem Journalisten und Osteuropa­experten Ingo Petz über Repression in Belarus, die Aktivitäten der Opposition im Exil und sein Mitte März erschienenes Buch »Rasender Stillstand: Belarus – eine Revolution und die Folgen«.
Protestierende zeigen neben der georgischen auch die EU-Fahne. Tiflis, 1. Mai
2024/18 Ausland Georgien und Kirgistan führen ­Gesetze gegen »ausländische Agenten« ein

Nach russischem Vorbild

Gegen großen Protest der Bevölkerung und der Opposition treibt die georgische Regierung ein Gesetzesvorhaben voran, das aus dem Ausland finanzierte NGOs und Medien dazu verpflichtet, sich als »ausländische Agenten« zu registrieren. In Kirgistan wurde kürzlich ein noch restriktiveres Gesetz gegen Einmischung aus dem Ausland eingeführt.