Die Ukraine verschärft ihren außenpolitischen Kurs gegenüber Belarus. Sie reagiert damit auf die Aufhebung von US-Sanktionen gegen Belarus und dessen große Bedeutung für die russische Kriegswirtschaft.
Eine Tausende Kilometer lange gemeinsame Grenze, intensiver Handel und Abhängigkeit von der russischen Energieinfrastruktur: Kaum ein postsowjetischer Staat ist mit Russland so eng verbunden wie Kasachstan. Doch der Ukraine-Krieg hat Russlands Position in dem zentralasiatischen Land geschwächt.
Das Gulag-Museum in Moskau erinnerte an die Unterdrückung und den Terror, die in der Sowjetunion herrschten und Abermillionen Opfer forderten. Nun soll es einer Ausstellung über Nazi-Verbrechen an Sowjetbürgern im Zweiten Weltkrieg weichen. Gegen die Verdrängung der sowjetischen Repressionsgeschichte regt sich sogar im konservativen Lager Widerspruch.
In Dutzenden Büchern und Hunderten Essays rechnete der im Februar verstorbene Historiker Roy Medwedjew (1925–2026) mit Stalins Verbrechen ab – und blieb dabei ein Verteidiger des Leninismus. Nach dem Ende der Sowjetunion lobte er Wladimir Putin und dessen Krieg gegen die Ukraine und verteidigte den belarussischen Diktator Aleksandr Lukaschenko.
Der kirgisische Präsident Sadyr Dschaparow hat überraschend Kamtschybek Taschijew, seinen mächtigen Geheimdienstchef, entlassen. Dieser hegte selbst Ambitionen auf die Macht im Staat.
Kirgistan galt lange als Hoffnungsträger für die Pressefreiheit in Zentralasien. Doch unter Präsident Sadyr Dschaparow wird das Land seinen autokratischen Nachbarn immer ähnlicher. Journalisten werden mit Repression, Prozessen und drakonischen Gesetzen mundtot gemacht.
Die Berliner Eurasien-Gesellschaft will sich für »friedliche Koexistenz« einsetzen, bietet aber vor allem eine Bühne für Putin-Apologeten. Der Vorsitzende des Vereins ist der ehemals einflussreiche Russland-Experte und frühere Gazprom-Lobbyist Alexander Rahr.
Die »Jungle World« sprach mit dem Journalisten und Osteuropaexperten Ingo Petz über Repression in Belarus, die Aktivitäten der Opposition im Exil und sein Mitte März erschienenes Buch »Rasender Stillstand: Belarus – eine Revolution und die Folgen«.
Im von Russland besetzten Mariupol wurde ein Museum für den Chefideologen der Stalin-Ära, Andrej Schdanow, eröffnet, nach dem die Stadt bis 1989 benannt war. Der Stalinismus wird unter Wladimir Putin immer mehr verklärt, um den russischen Nationalismus zu befördern.
Gegen großen Protest der Bevölkerung und der Opposition treibt die georgische Regierung ein Gesetzesvorhaben voran, das aus dem Ausland finanzierte NGOs und Medien dazu verpflichtet, sich als »ausländische Agenten« zu registrieren. In Kirgistan wurde kürzlich ein noch restriktiveres Gesetz gegen Einmischung aus dem Ausland eingeführt.