Im Internet werden massenhaft Karikaturen des US-Vizepräsidenten J. D. Vance verbreitet. Es ist eine hilflose Geste, denn an Donald Trumps Regierung perlt Spott ebenso wie Kritik einfach ab.
In deutschen Zeitungen sind Karikaturen heutzutage meist langweilig, doch ihr Ursprung geht mit der Kritik an politischen und religiösen Autoritäten einher. Deshalb hassen Islamisten Cartoons dieser Art.
Die »Süddeutsche Zeitung« verteidigt eine Karikatur des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gegen den Vorwurf des Antisemitismus. Es ist nicht das erste Mal, dass die Zeitung mit stereotypen Darstellungen jüdischer Politiker auffällt. Eine Chronik.
Seit zehn Jahren kommentiert Nadia Khiari mit ihren Katzenkarikaturen die politische Entwicklung Tunesiens. Sie erhielt mehrere Preise, aber auch Morddrohungen.
Die Mohammed-Karikaturen der französischen Satirezeitung »Charlie Hebdo« sind zum Symbol der Kunstfreiheit geworden. Chefredakteur Gérard Biard erklärt,
warum er weiterhin lieber Religionskritik übt, statt Tomaten in Südfrankreich zu züchten. Entschieden kritisiert Biard auch die »neuartige Zensur« durch linke Gruppierungen.
Der islamistische Aufruhr um die Mohammed-Karikaturen ist keine Reaktion, sondern eine Offensive. Mit Appellen an die Meinungsfreiheit ist es nicht getan.