Die weltweit größte Sammlung armenischer Filme und Serien nebst exklusiven Eigenproduktionen bietet der Streaming-Dienst Kinodaran. Armenischkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Unbedingt sollte man aber Estragonlimonade kaltstellen.
Armenien ist für viele russische Exilanten die erste Wahl. Die bürokratischen Hürden für einen längeren Aufenthalt sind niedrig, doch das Leben im Exil gestaltet sich oft deutlich schwieriger als erwartet.
Die Asala war eine der bekanntesten armenischen Untergrundorganisationen. Ihre Mitglieder verübten Anschläge auf türkische Diplomaten, später kämpften einige von ihnen in Bergkarabach. Die Gruppe selbst operiert seit Jahrzehnten nicht mehr – ihr Name wird aber immer noch politisch genutzt.
Im Abstand von etwa 30 Jahren reisten zwei sowjetische Schriftsteller nach Armenien und verfassten Texte während ihrer Reise. Ossip Mandelstam und Wassili Grossman waren nicht nur beide Juden, sondern auch entschiedene Kritiker der Stalinismus.
Armenien versucht, sich als globalen Standort für Künstliche Intelligenz und Halbleiter zu etablieren. Der Ehrgeiz ist groß, die Abhängigkeiten sind es auch.
Wegen seiner prekären außenpolitischen Lage unterhält Armenien gute Beziehungen zur Islamischen Republik Iran, auch auf Kosten der iranischen Opposition. Zugleich machen die offenen Grenzen Armenien zu einem Transitland für iranische Migrant:innen und Flüchtlinge.
Armenien und Aserbaidschan scheinen näher an einem Friedensschluss als je zuvor. Von einer politischen Versöhnung sind sie aber weit entfernt. Aserbaidschan verurteilt armenische Gefangene und zerstört Kulturgüter in Bergkarabach.
In den zwanziger Jahren wurde die armenische Hauptstadt in autoritärer Manier modernisiert. In seinem 1931 veröffentlichten und nun erstmals auf Deutsch erschienenen Roman »Jerewan« erzählt der später zum »Volksfeind« erklärte Schriftsteller Mkrtitsch Armen den Umbau von Eriwan aus der Sicht eines Bauingenieurs.
Drei Jahre nach der Vertreibung der verbliebenen 150 000 armenischen Bewohner aus Bergkarabach haben sich viele in Eriwan und anderen Orten Armeniens ein neues Leben aufgebaut. Doch der Neubeginn fällt schwer.
Schach ist in Armenien von nationaler Bedeutung und sogar Schulfach. Doch auch in Hinterhöfen, an Landstraßen und in Bars werden Bauernopfer geleistet – auch und gerade von jungen Leuten.
Privatisierungen und patriarchale Verhältnisse bestimmen den Alltag in Armenien. Drei alleinstehende Frauen erzählen, wie sie mit den damit einhergehenden Schwierigkeiten zu kämpfen haben: Gajane, Arewik und Emma.
Das Festival »Stellar Frequencies« steht ganz im Zeichen sphärischer Klänge. Initiator ist das Goethe-Institut Armenien. Dessen Leiter Jan-Tage Kühling erklärt, worum es gehen soll.
In der Türkei leben noch etwa 50.000 Armenier:innen, vor allem in der größten Stadt Istanbul. Viele davon setzen sich für eine türkische Anerkennung des Genozids an den Armenier:innen sowie gegen Diskriminierung und Gewalt ein.
Spätestens seit drei Oppositionspolitiker verhaftet wurden, stellt sich die Frage, ob der langjährige Ministerpräsident Nikol Paschinjan Rechtsstaat und demokratische Institutionen demontiert. Aber selbst viele seiner Kritiker verweisen auf die besonderen Umstände in Armenien.